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Warum das Leid?
Eine uralte Frage: 'Wie kann ein allmächtiger und liebender Gott das Leid zulassen?'
Die Tatsache, dass es so viel Leid in dieser Welt gibt, ist wahrscheinlich das effektivste Werkzeug der Atheisten, die Aussage der Bibel von einem liebenden Gott anzugreifen. Sie bringen die scheinbar vernünftige Anklage vor: 'Wenn Gott tatsächlich ein liebender und zudem noch allmächtiger Gott ist, warum setzt er dann nicht seine Macht ein, um das Böse, das Leid, die Schmerzen und den Tod auszulöschen?'
'Wer ist eigentlich für das Leid in dieser Welt verantwortlich?'
Wenn wir schon Gott auf die Anklagebank setzen, ihn also bejahen als existent und verantwortlich, bleibt die Frage, ob er wirklich Täter ist... Die Bibel berichtet uns von einem anderen Täter - Luzifer, Teufel oder Satan - er ist derjenige, der den Menschen Unglück und Leid zufügt. Lesen Sie dazu den biblischen Bericht von einem Mann namens Hiob (Hiob, Kapitel 1 und 2)
Ausserdem berichtet die Bibel vom Sündenfall (1. Mose 3) durch Adam und Eva - die ersten Menschen, die Gott ungehorsam waren. Seitdem ist Sünde in der Welt und die Folge der Sünde ist der Tod (Römer 6, 23). Als Nachkommen von Adam und Eva sind wir Sünder und somit alle zum Tode verurteilt.
'Warum hat Gott den Verantwortlichen für das Leid - den Teufel nicht bereits vernichtet?'
Der Teufel war einst ein Engel Gottes ausgestattet mit einem freien Willen wie alle anderen Geschöpfe Gottes. Der Teufel hat gesündigt und später Adam und Eva zur Sünde verleitet. Gott zwingt niemanden ihm zu gehorchen! Wir alle sind Geschöpfe ausgestattet mit einem freien Willen. Wenn Gott den Teufel vernichtet hätte, dann hätte man über Gott sagen können, dass er ein Tyrann ist, der alle umbringt, die sich seinem Willen widersetzen. Aber Gott ist kein Tyrann sondern akzeptiert den freien Willen seiner Geschöpfe.
'Ist es nicht ungerecht, dass wir alle die Fehler von Adam und Eva büßen müssen und nun sterblich sind? Wir heute waren doch damals beim Sündenfall nicht dabei... '
Nachdem Adam und Eva gesündigt haben, wurden sie durch ihren Ungehorsam von Gott getrennt. Unsere Sterblichkeit ist die zwangsläufige Folge dieser Trennung, denn Adam und Eva konnten natürlich an ihre Nachkommen nicht weitergeben, was sie selbst nicht besaßen: Unsterblichkeit. Aber sie haben ihre Neigungen zur Sünde und auch ihre Schwächen an ihre Kinder vererbt. Gott macht uns nicht verantwortlich dafür, mit welchen Erblasten wir geboren werden, aber er konnte und kann nicht verhindern, dass wir unter den Folgen des Sündenfalls leiden, weil er das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht einfach aufheben kann. Man stelle sich vor, Gott würde das Gesetz der Schwerkraft aufheben, damit sich eine alte Dame beim Sturz auf einer Treppe nicht die Knochen bricht. Plötzlich würden die anderen Menschen zu schweben anfangen, weil die Schwerkraft sie nicht wie gewohnt zu Boden zieht... Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist somit fundamental wichtig für ein verlässliches Leben, auch wenn es manchmal negative Folgen hat. Gott hatte die ersten Menschen vor den Folgen des Ungehorsams deutlich gewarnt! Wenn die angekündigten Folgen von Gott verhindert worden wären, dann wäre Gott selbst unglaubwürdig geworden. Und Satan hätte mit seiner Lüge, dass die Menschen keineswegs sterben würden... Recht gehabt.
'Unternimmt Gott irgendetwas gegen Tod und Leid?'
Menschen, die Gott beschuldigen, dass er sich zurücklehnt und nichts tut, übersehen eine lebenswichtige Wahrheit. In Wirklichkeit hat Gott bereits alles getan, was Sie sich von einem liebenden Gott wünschen - sogar noch unvorstellbar mehr! Der Sohn Gottes wurde Mensch und ertrug das Leid und einen grausamen Tod an unserer Stelle! (Johannes 3, 16-17) Adams Sünde ließ die Menschheit in einem schrecklichen Dilemma zurück. Die Lösung des Problems war Gottes Plan, seinen Sohn Jesus Christus zu uns zu senden und ein Mensch zu werden. Er war vollkommen um ein Opfer für die Sünden der Menschen zu sein. So starb er für unsere Sünden den Tod am Kreuz und ist danach wieder auferstanden. Wenn wir als Menschen diesen stellvertretenden Opfertod Jesu am Kreuz annehmen, Gott unser Leben übergeben und ernstlich versuchen, unseren Willen nach seinem Willen auszurichten, werden wir das ewige Leben ererben.
Welchen positiven Zweck könnte das persönliche Leiden erfüllen?
° Leiden kann uns heranreifen lassen und verändert unseren Charakter.
° Leiden kann dazu verhelfen, dass wir nach Antworten suchen und dabei Christus finden.
° Eigenes Leiden kann uns dazu befähigen, andere in ihrem Leid zu verstehen und sie zu trösten.
Wie lange wird es das Leid und den Tod noch geben?
Menschen, die sich über das Leiden auf dieser Erde beklagen, müssen Gottes Zeitperspektive bedenken. Gott befindet sich in der Ewigkeit, und er bereitet die Gläubigen darauf vor, die Ewigkeit mit ihm zu verbringen. Der Apostel Paulus sagt in Römer 8, 18: 'Denn ich bin überzeugt, was wir in der gegenwärtigen Zeit noch leiden müssen, fällt überhaupt nicht ins Gewicht im Vergleich mit der Herrlichkeit, die Gott uns zugedacht hat und die er in der Zukunft offenbar machen wird'. Gott wird eine ewige Heimat vorbereiten, die 'Neue Erde', wo es weder Tod noch Leid geben wird!
Hören Sie sehr interessante Ausführungen (download) zu diesem Thema von
Heinz Schaidinger vom 20.06.09 in der Adventgemeinde Nürnberg-Marienberg mehr...